Hyaluronsäure

12 spannende Fakten über Hyaluronsäure

Kaum ein Wirkstoff in Anti-Falten-Cremes ist so faszinierend wie die Hyaluronsäure. Sie wirkt nicht nur gegen Falten, sie hat auch erstaunliche physikalische Eigenschaften.

Wir haben 12 spannenden Fakten rund um die Hyaluronsäure zusammengetragen. Erfahre hier alles, was du schon immer über Hyaluronsäure wissen wolltest.

#1 Hyaluronsäure kann große Mengen an Wasser binden

Die auffälligste Eigenschaft der Hyaluronsäure: Sie bindet erstaunlich große Mengen Wasser. Ein Gramm Hyaluronsäure kann wie ein Schwamm bis zu sechs Liter Wasser aufsaugen, das ist das 6000-fache ihres eigenen Gewichtes.

In Verbindung mit Wasser bildet die Hyaluronsäure ein zähflüssiges Gel. Dadurch kann sie im Körper als Schmiermittel und zur Wasserspeicherung dienen. Diese physikalische Eigenschaft macht die Hyaluronsäure sowohl für die Kosmetik als auch für die Medizin interessant.

#2 Hyaluronsäure ist ein ganz natürlicher Bestandteil unseres Körpers

Falls du nun denkst, die Hyaluronsäure sei eine Erfindung der Kosmetikindustrie und ein chemisches Kunstprodukt: Das Gegenteil ist der Fall. Hyaluronsäure kommt überall in unserem Körper vor.

Unser Augapfel ist mit einer Mischung aus 2 % Hyaluronsäure und 98 % Wasser gefüllt, was ihn stabil, elastisch und lichtdurchlässig macht. Hyaluronsäure-Gele schützen in Gelenken und Bandscheiben vor Stoß und Druck. Der Großteil der Hyaluronsäure ist jedoch in der Haut zu finden, wo die Substanz für Elastizität und die Speicherung von Wasser sorgt.

#3 Hyaluron-Cremes sind die beliebtesten Anti-Falten-Produkten

Hyaluronsäure ist in der Kosmetik unentbehrlich. Ihre einzigartige Wasserspeicherkapazität macht sie zu einem der beliebtesten Inhaltsstoffe in vielen hochwertigen Pflegeprodukten. Deshalb wirst du hier auf unserer Seite sicher oft über Pflegelinien stolpern, die Hyaluronsäure enthalten.

In Tagescremes sorgt Hyaluronsäure für den täglichen Feuchtigkeits-Boost der Haut. Hyaluronsäure in Anti-Falten-Cremes oder Nachtcremes pflegt die Haut und polstert sie von innen heraus auf. Hautkuren oder Seren enthalten oft höherer Konzentrationen an Hyaluronsäure für eine Intensivbehandlung der „Problemzonen“.

#4 Mit zunehmendem Alter nimmt die Hyaluronsäure-Produktion ab

Mit dem Alter wird die Haut schlaffer und es bilden sich nach und nach die ersten Fältchen. Einer der Gründe dafür ist die nachlassende Produktion von Hyaluronsäure im Körper.

Untersuchungen zeigen:

  • Ab 25 Jahren sinkt die Hyaluronsäure-Konzentration
  • Mit 40 Jahren ist nur noch weniger als halb so viel Hyaluronsäure vorhanden,
  • mit 60 Jahren nur noch 10 Prozent der ursprünglichen Konzentration.

Übrigens: Auch steife Gelenke und trockene Augen im Alter sind Folge von fehlender Hyaluronsäure.

#5 Hyaluronsäure polstert die Haut auf und glättet Falten

Verliert die Haut an Hyaluronsäure, verliert sie auch an Feuchtigkeit und Elastizität. Die Folge: Es bilden sich schneller Mimik- und Knitterfalten. Die Zufuhr frischer Hyaluronsäure kann diesen Prozess abfangen.

Trägst du Hyaluronsäure auf, dringt sie in die Haut und lagert Wasser ein. So polstert sie die Haut auf und mindert Fältchen. Die Haut wirkt praller, frischer und straffer. Sie wird elastischer und hat mehr Spannkraft.

#6 Hyaluronsäure regt die Bildung von Kollagen an

Hyaluronsäure kann die Haut durch Wassereinlagerung straffen und polstern. Sie hat aber noch eine andere Funktion, die eine wichtige Rolle spielt und zum Anti-Aging-Effekt beiträgt: In der Haut kann Hyaluronsäure bestimmte Zellen im Bindegewebe aktivieren, die Fibroblasten. Diese produzieren Kollagen, das wichtigste Strukturprotein der Haut.

Kollagen sorgt für Elastizität und Festigkeit. Du schlägst mit der Hyaluronsäurecreme also quasi zwei Fliegen mit einer Klappe: Du profitierst von der direkten Hyaluronsäure-Wirkung und von der indirekten Kollagen-Wirkung.

#7 Hyaluronsäure wird auch in der Medizin verwendet

Vielleicht kennst du die Hyaluronsäure bisher nur aus der Kosmetik? Doch auch in der Medizin wird die Substanz häufig eingesetzt. Hyaluronsäure ist zum Beispiel Bestandteil vieler Augentropfen, weil sie die Benetzung der Augen verbessert. In Halstabletten und Nasensprays sorgt Hyaluronsäure für Befeuchtung und Schutz der Schleimhäute. Bei Arthrose und anderen Verschleißerscheinungen der Gelenke kann Hyaluronsäure direkt in das Gelenk gespritzt werden und dort als Stoßdämpfer und Gleitmittel fungieren.

#8 Kann Hyaluronsäure überhaupt in die Haut eindringen?

Vielleicht hast du auch schon einmal Diskussionen darüber gelesen: Kann Hyaluronsäure überhaupt in die Haut eindringen? Die Antwort lautet: Ja, sie kann. Obwohl Hyaluronsäure ein vergleichsweise großes Molekül ist, zeigen heute viele Studien, dass sie die oberen Hautschichten durchdringen kann.

Viele Hersteller fügen ihren Produkten zudem gezielt kleinere Hyaluronsäure-Fragmente hinzu, die noch einfacher und tiefer in die Haut gelangen. Hyaluronsäure wird in der Haut aber relativ schnell abgebaut. Daher sollten entsprechende Cremes am besten täglich verwendet werden, damit die Wirkung optimal ist.

#9 Hyaluron-Filler: Vor- und Nachteile der Spritzen

Mit der Spritze eingebrachte Hyaluronsäure dringt tiefer in das Gewebe und verbleibt dort für mehrere Wochen. Allerdings sind Spritzen nicht nur teuer, sondern auch bei fachgerechter Anwendung immer mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Es kann zum Beispiel zu Schwellungen und blauen Flecken kommen.

In der medizinischen Anwendung können Hyaluronfiller-Spritzen verwendet werden, um Dellen oder Narben aufzufüllen und zu kaschieren.

Für Schönheitspflege und kosmetische Anwendungen sind Hylauron-Spritzen nicht nötig. Im Gegenteil: die hautstraffende Wirkung entfaltet Hyaluronsäure auch beim Auftragen als Creme, ganz ohne ästhetisch-chirurgische Methoden.

Unsere persönliche Meinung: aus ganzheitlicher Sicht sollte du bei der Schönheitspflege auf invasive Methoden (Spritzen) komplett verzichten. Sport und gesunde Ernährung in Verbindung mit einer guten Anti-Aging-Creme wirken wesentlich besser, natürlicher und nachhaltiger.

#10 „Wirkverstärker“ in Cremes hemmen Hyaluronsäure-Abbau

In der Haut wird die in einer Creme aufgetragene Hyaluronsäure relativ schnell abgebaut. Der Grund sind abbauende Enzyme, die Hyaluronidasen. In einigen hochwertigen kosmetischen Produkten sind deshalb neben der Hyaluronsäure auch bestimmte, pflanzliche Extrakte enthalten, die Hyaluronidasen hemmen. Dazu gehören pflanzliche Pektine und Alginsäuren aus Braunalgen. Die Folge: Die Cremes wirken länger und effektiver.

#11 Was Hahnenkämme mit Hyaluronsäure zu tun haben

Früher wurde Hyaluronsäure ausschließlich aus tierischem Material gewonnen. Bevorzugte Quelle war dabei der Hahnenkamm. In tierischem Gewebe finden sich unzählige verschiedene Substanzen. Die extrahierte Hyaluronsäure musste deshalb aufwändig gereinigt werden. Dennoch bleiben kleinste Mengen tierischer Proteine an die Hyaluronsäure gebunden, was bei Allergikern Reaktionen auslösen kann. Daher wird in Kosmetika heute nur noch biotechnologisch hergestellte Hyaluronsäure verwendet.

#12 „Vegetarische Hyaluronsäure“: Biotechnologische Gewinnung mit Bakterien

Ende der 1990er Jahre wurde eine alternative Herstellungsmethode für Hyaluronsäure entdeckt. Sie ist heute die Standardmethode zur Herstellung und löste die Produktion aus tierischem Gewebe ab. Bakterien werden in großer Menge in sogenannten Fermentern angezogen. Diese Bakterien produzieren produzieren Hyaluronsäure, die in mehreren Filtrationsschritten gereinigt wird.

Das entstandene Produkt ist reiner, löst keine Allergien aus und entspricht chemisch genau der körpereigenen Hyaluronsäure. Auch wenn du vegetarisch oder vegan lebst, kannst du also mit gutem Gewissen Produkte mit Hyaluronsäure verwenden.

Fazit

Hyaluronsäure ist ein wichtiger, natürlicher Inhaltsstoff. Sie ist dermaßen wirkungsvoll, dass sie in keiner Anti-Falten-Creme fehlen sollte. Fast alle Produkte unserer Testreihe (natürlich auch unser Antifaltencreme Testsieger) enthalten Hyaluronsäure. Sie ist im AntiAging ein echtes „Muss“ für ein straffes, gesundes Hautbild.